Bewerben Studieren Hoch­schulen Leben

Auswahlverfahren

Zulassungsbeschränkungen

Wenn für ein Fach nicht genügend Studienplätze für alle Bewerber vorhanden sind, ist der Studiengang zulassungsbeschränkt (auch NC-Fach genannt): Nur die Kandidaten mit den besten Voraussetzungen bekommen dann einen Studienplatz. Man unterscheidet zwischen bundesweiten NC-Fächern, die an allen deutschen Hochschulen zulassungsbeschränkt sind, und lokalen NC-Fächern, die nur an einer bestimmten Hochschule zulassungsbeschränkt sind.
Bei den NC-Fächern werden die Studienplätze teils nach Noten, teils nach Quoten vergeben. An vielen Hochschulen gibt es zusätzliche Kriterien und Verfahren für die Bewerberauswahl, wie zum Beispiel eine besondere Fächerbelegung in den letzten Jahren der Sekundarschule oder Einzelgespräche.

 

Bundesweite NC-Fächer

Eine wichtige Besonderheit gibt es bei einer Bewerbung für die Fächer Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie: Diese Studiengänge sind bundesweit zulassungsbeschränkt, also an allen staatlichen Hochschulen in Deutschland. Bewerbungen zum ersten Fachsemester für eines dieser vier Fächer an einer deutschen Hochschule von Deutschen und Deutschen zulassungsrechtlich gleichgestellten ausländischen Studienbewerbern laufen zentral über die Stiftung für Hochschulzulassung.

Zulassungsrechtlich deutschen Bewerbern gleichgestellt sind Bewerber, die

  • Staatsbürger eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union (EU) sind.
  • Staatsbürger eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) sind (dazu gehören Island, Liechtenstein und Norwegen).
  • Bildungsinländer sind. Als Bildungsinländer gelten Personen, die die Hochschulzugangsberechtigung für den gewünschten Studiengang an einer deutschen Schule oder Hochschule erworben haben (der Abschluss des Studienkollegs zählt aber nicht dazu).
  • Familienangehörige(r) im Sinne des Art. 2 Nr. 2 der Richtlinie 2004/38/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 (ABl. EG Nr. L 229 S.35) von Staatsangehörigen eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union oder von Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum sind, sofern diese Staatsangehörigen in der Bundesrepublik Deutschland beschäftigt sind. Dazu zählen zum Beispiel Personen, die mit jemandem verheiratet sind, der/ die in Deutschland lebt und arbeitet und ein Staatsbürger der EU/ des EWR ist.


Wenn keiner dieser Punkte auf Sie zutrifft, dürfen Sie sich nicht über die Stiftung für Hochschulzulassung bewerben, denn dann ist entweder die Hochschule oder uni-assist für Ihre Bewerbung zuständig.

 

Aufnahmeprüfungen und Eignungstests

Für künstlerische Fächer wie Musik, Kunst, Tanz oder Design muss man zusätzlich zu den notwendigen Zeugnissen im Rahmen von Aufnahmeprüfungen/ Eignungstests eine besondere Begabung für das jeweilige Fach nachweisen. In Ausnahmefällen können Kunst- und Musikhochschulen Kandidaten mit herausragender Begabung sogar ohne Hochschulzugangsberechtigung immatrikulieren.

 

Auswahlkriterien

Auch für andere Studiengänge, besonders im Master-Bereich, gibt es an vielen Hochschulen gegenwärtig zusätzliche Auswahlverfahren und -kriterien für eine differenziertere Bewerberauswahl wie zum Beispiel:

  • Deutschkenntnisse
  • weitere Fremdsprachenkenntnisse
  • Auswahlgespräche
  • Eignungstests
  • Motivationsschreiben
  • Empfehlungsschreiben

Informieren Sie sich bei der Hochschule, an der Sie sich bewerben möchten, ob für Ihren Studienwunsch solche zusätzlichen Kriterien berücksichtigt werden. Dort erfahren Sie auch Ort und Termine für mögliche Eignungstests oder Auswahlgespräche.

php2all MiniCMS