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Studienkollegs

Das Studienkolleg

Ein Studienkolleg bereitet ausländische Studienbewerber sprachlich und fachlich auf das Hochschulstudium vor.

Studienbewerber können es sich aber nicht aussuchen, ob sie das Studienkolleg besuchen wollen, sondern es hängt von ihrer Hochschulzugangsberechtigung ab:

  • Bewerber, deren ausländische Zeugnisse bereits dem Standard des deutschen Abiturs entsprechen, können nicht ins Studienkolleg.
  • In einigen Fällen können aber Bewerber, die nur Fächer einer bestimmten Fachrichtung studieren dürfen, einen Studienkollegs-Kurs absolvieren, um ihre Fachbindung zu erweitern: Dann dürfen sie anschließend auch Fächer einer anderen Fachrichtung studieren.
  • Bewerber, die in Deutschland gar keine Hochschulzugangsberechtigung haben, dürfen auch nicht ins Studienkolleg. Sie müssen sich zuerst in ihrem Heimatland für den Zugang zum Studienkolleg qualifizieren.

Die Hochschulzugangsberechtigung für das Studienkolleg ist entweder allgemein (dann darf man frei wählen, welchen Schwerpunktkurs man besuchen möchte) oder fachgebunden für die Fachrichtung der bisherigen Ausbildung und benachbarte Fächer (dann darf man nur in einem bestimmten Schwerpunktkurs).

Je nach Vorbildung gibt es eine Hochschulzugangsberechtigung für Studienkollegs nur für Fachhochschulen oder für alle Hochschultypen. Studienkollegs sind häufig den Hochschulen direkt angegliedert, dies ist aber nicht immer so. Entweder muss man sich direkt beim Studienkolleg oder bei der Hochschule oder bei der zuständigen Landesbehörde bewerben. Nähere Informationen dazu erhalten Sie an der Hochschule.

Vor der Aufnahme in ein Studienkolleg müssen Bewerber noch eine Aufnahmeprüfung ablegen und bestehen, bevor sie zugelassen werden können.  In dieser Aufnahmeprüfung werden die deutschen Sprachkenntnisse und grundlegendes Wissen in der gewählten Fachrichtung geprüft.

Die Ausbildung am Studienkolleg dauert in der Regel zwei Semester (in Ausnahmefällen kann die Ausbildungsdauer um weitere zwei Semester verlängert oder sogar um ein Semester verkürzt werden). Schriftliche Prüfungen müssen im jeweiligen Schwerpunktkurs sowie in den Fächern Deutsch und Mathematik abgelegt werden. Mündliche Prüfungsfächer sind grundsätzlich alle im Schwerpunktkurs unterrichteten Fächer.

Die so genannten Kollegiatinnen und Kollegiaten sind in der Regel eingeschriebene (immatrikulierte) Studierende der Hochschule, der das Studienkolleg angegliedert ist. Das Jahr am Studienkolleg wird aber nicht auf das spätere Fachstudium angerechnet.

Zum Abschluss des Studienkollegs legt man die "Prüfung zur Feststellung der Eignung ausländischer Studienbewerber für die Aufnahme eines Studiums an Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland" oder kurz „Feststellungsprüfung (FSP)“ ab. Wer die Feststellungsprüfung bestanden hat, kann sich anschließend für ein Bachelor-Studium (oder Äquivalent) in seiner Fachrichtung bewerben. Mit einer bestandenen Feststellungsprüfung hat man immer auchfür das Fachstudium ausreichende Deutsch-Kenntnisse nachgewiesen.

Nur einige Studienkollegs bieten eine „externe Feststellungsprüfung“ ohne den Besuch des Studienkollegs an. Hierfür können andere Fristen und Voraussetzungen gelten als für die Bewerbung zum Studienkolleg.

An den meisten Hochschulen muss man sich nach Abschluss des Studienkollegs regulär für einen Studienplatz bewerben.

 

Die Webseite www.studienkollegs.de informiert ausführlich über Studienkollegs in Deutschland.

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