findet normalerweise einmal in der Woche statt, am gleichen Ort und zur gleichen Zeit. Die meisten Veranstaltungen dauern 2 Unterrichtsstunden und umfassen somit zwei Semesterwochenstunden. 2 Unterrichtsstunden entsprechen aber nur 1,5 Stunden, durch den Abzug der Akademischen Viertel.
An den Hochschulen werden verschiedene Lehrveranstaltungen angeboten. Es wird unterschieden zwischen Pflicht- und Wahlveranstaltungen. Zu den wichtigsten Lehrveranstaltungen gehören:
Die häufigste Lehrveranstaltung ist das Seminar. Die Teilnehmerzahl ist bei einem Seminar begrenzt (maximal 20-25 Personen), eine frühzeitige Anmeldung ist daher ratsam und oft auch erforderlich. Die Themen, die in Seminaren behandelt werden, sind stärker eingegrenzt als in den Übungen. Man unterscheidet Proseminare (für Studierende im Grundstudium), Hauptseminare (für Studierende im Hauptstudium) und Oberseminare (für Examenskandidaten).
Einen Leistungsnachweis (Schein) erhält man am Ende dieser Lehrveranstaltung in der Regel durch den Vortrag eines Referates und das Anfertigen einer schriftlichen Hausarbeit. In die Benotung fließt sowohl die Mitarbeit im Unterricht, die regelmäßige Teilnahme, die Präsentation des Referates als auch die Hausarbeit mit ein.
ist wohl die bekannteste Form der universitären Lehre. Die Teilnehmerzahl ist selten begrenzt und die Hörsale sind daher häufig auch sehr gut besucht. In dieser Veranstaltung ist nur der Erwerb eines Teilnahmescheins möglich.
Einmal pro Woche hält ein Professor oder Dozent einen Vortrag zu einem Teilaspekt des Vorlesungsthemas. Die Studierenden können sich Notizen machen und erhalten evtl. auch vorlesungsbegleitende Skripte der Dozierenden.
Grundkurse gehören zu den Pflichtveranstaltungen im Grundstudium. Sie sollen den Studierenden das nötige Grundlagenwissen in der jeweiligen Disziplin vermitteln und sind die Basis für die späteren Aufbaukurse. Begleitend finden häufig Tutorien statt, die von Studierenden in höheren Semestern geleitet werden. Ein Grundkurs endet meistens mit einer Klausur.
Übungen werden hauptsächlich im Grundstudium angeboten und sind ebenfalls teilnehmerbeschränkt.
In den Übungen werden Inhalte und Methoden des Faches überwiegend praktisch vermittelt. Je nach Studienfach haben Übungen unterschiedliche Inhalte. In den philologischen Fächern sind es häufig sprachpraktische Übungen, während beispielsweise bei einem ingenieurwissenschaftlichen Studium technisches Wissen praktisch anhand von Maschinen und Instrumenten vermittelt wird.
Der Leistungsnachweis am Semesterende besteht entweder aus einer mündlichen Prüfung, einem Test/Klausur oder einer praktischen Arbeit.
wird oft begleitend zu einer Vorlesung oder einem Grundkurs angeboten. Tutorien bieten den Studierenden die Möglichkeit den Unterrichtsstoff zu vertiefen und sich mit Kommilitonen und höheren Fachsemestern auszutauschen. In Kleingruppen werden Referate ausgearbeitet und auch praktische Übungen zum Erstellen einer Hausarbeit und zum wissenschaftlichen Arbeiten allgemein angeboten.
Exkursionen sind Veranstaltungen, die außerhalb der Hochschule stattfinden. Sie werden nur von wenigen Fächern vorgeschrieben und auch angeboten, wie Kunstgeschichte, Archäologie, Geschichte, Geographie. Exkursionen finden meistens in der vorlesungsfreien Zeit statt. Der Leistungsnachweis besteht entweder aus einem mündlichen Referat, einer schriftlichen Hausarbeit oder der Anfertigung eines Exkursionsberichts.
Kolloquien sind regelmäßige Treffen von Examenskandidaten oder Doktoranden mit dem betreuenden Professor, in denen die Teilnehmer ihre laufenden Forschungs- bzw. Examensarbeiten vorstellen, die anschließend von allen kritisch kommentiert und diskutiert werden.
Innerhalb des gesamten Studiums muss eine festgelegte Anzahl von Pflichtveranstaltungen absolviert werden. Wieviele das sind, wird durch die jeweils geltende Studienordnung vorgeschrieben.
Wenn eine Pflichtveranstaltung mit Erfolg absolviert wurde, erhält man einen "Schein". So heißt der Leistungsnachweis, den man für Hausarbeiten, Referate, Protokolle, mündliche Tests oder Klausuren bekommt. Es besteht teilweise auch die Möglichkeit einen sogenannten "Sitzschein" zu bekommen, der die regelmäßige Teilnahme an einer Veranstaltung bescheinigt. Eine regelmäßige Teilnahme wird nur dann bescheinigt, wenn nicht mehr als 15% des Unterrichts versäumt wurden.
"Scheine" gelten als Bestätigung für ein erfolgreiches Studium. Welche Art Leistung Sie in einer Veranstaltung erbringen müssen, erfahren Sie von dem Dozenten in der ersten Veranstaltung.
Neben den Pflichtveranstaltungen gibt es in den meisten Fächern auch Wahlveranstaltungen. Diese dürfen mehr oder weniger frei aus dem eigenen Fachbereich oder auch aus dem gesamten Lehrangebot einer Hochschule ausgewählt und belegt werden. Sie können zusätzlich zu den Pflichtveranstaltungen besucht werden.
Einen Schein kann man auch dort erwerben, ein Leistungsnachweis ist jedoch nicht vorgeschrieben.
Am Ende jedes Semesters müssen alle besuchten Lehrveranstaltungen in das Studienbuch eingetragen und die erworbenen Scheine dazu geheftet werden.